Föderalismus-Preis 2018 geht an Teresa Weber, Sebastian Blesse und Felix Rösel

Mit dem Preis für Föderalismus- und Regionalforschung 2018 wurden am 24. Juni in Bad Aussee Mag.a Dr.in Teresa Weber, Universität Salzburg, für ihr Dissertationsprojekt „Bundesstaatliche Identitäten“ sowie MA Sebastian Blesse (ZEW Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung) und Dr. Felix Rösel (Institut für Wirtschaftsforschung (IFO) in Dresden) für ihre Arbeit „Was bringen kommunale Gebietsreformen?“ ausgezeichnet. Der Preis wird von den Präsidentinnen und Präsidenten der österreichischen Landtage und Südtirols sowie vom Institut für Föderalismus vergeben und ist mit einem Preisgeld von 4.000 € dotiert.

Dr.in Teresa Weber:
Dr. Teresa Weber hat 2010 ihre wissenschaftliche Laufbahn nach ihrem Diplomstudium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien als Universitätsassistentin an der Wirtschaftsuniversität Wien am Institut für Österreichisches und Europäisches Öffentliches Recht begonnen. Seit Oktober 2014 ist die Preisträgerin Assistenzprofessorin im Fachbereich Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht der Universität Salzburg.
Teresa Weber kann bereits auf eine lange Publikationsliste vorweisen, wobei ein Schwerpunkt der Arbeiten das Umweltrecht bildet. Sie hat aber auch zu verschiedenen föderalen Aspekten publiziert, beispielsweise über die sogenannte Pfadabhängigkeit föderaler Kompetenzverteilung als auch Art. 16 B-VG über die Länderstaatsverträge kommentiert.
In ihrem Habilitationsprojekt mit dem Titel „Bundesstaatliche Identitäten“ setzt sich Teresa Weber mit der Frage auseinander, dass nach Art 4 Abs 2 des Vertrags über die Europäische Union die Organe der EU verpflichtet sind, die „nationale Identität“ der Mitgliedstaaten zu wahren – was diese „nationale Identität“ konstituiert, ist derzeit Gegenstand des rechtswissenschaftlichen Diskurses und soll in der zu erstellenden Habilitationsschrift mit Blick auf den bundesstaatlichen Aufbau Österreichs, Deutschlands und Belgiens analysiert werden. Dadurch kann ein wichtiger Beitrag zur österreichischen, deutschen und belgischen Verfassungsrechtsdogmatik geleistet werden, in dem die Ausgestaltung des Bundesstaates anhand der jeweiligen verfassungsrechtlichen Vorgaben analysiert wird.


MA Sebastian Blesse und Dr. Felix Rösel:
Beim Aufsatz „Was bringen kommunale Gebietsreformen?“ von Sebastian Blesse und Felix Rösel handelt es sich um eine Arbeit, die 2017 in der renommierten Fachzeitschrift „Perspektiven der Wirtschaftspolitik“ Ausgabe 18/4, S. 307 – 324 erschienen ist. Zum zweiten Mal kann der Föderalismuspreis daher (auch) an ausländische Bewerber vergeben werden.
Sebastian Blesse ist Forscher am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim. Er arbeitet dort derzeit an seiner Dissertation, die sich mit „Government Reorganization and Public Finance“ befasst. Auch Sebastian Blesse hat bereits einschlägige Publikationen in finanzwissenschaftlichen Fragen verfasst. Felix Rösel ist Doktor der Wirtschaftswissenschaften und forscht am Institut für Wirtschaftsforschung (IFO) in Dresden.
In ihrer eingereichten Arbeit befassen sich die beiden Autoren mit der hochaktuellen Frage nach der Effizienz kommunaler Gebietsreformen. Sie untersuchen dabei die Evaluationsergebnisse zahlreicher Gebietsreformen in Europa und außerhalb davon. Ihre Erkenntnisse sind für die verwaltungswissenschaftliche Praxis von großer Relevanz.

Kurzfassungen der Arbeiten der Preisträgerin und der Preisträger finden Sie demnächst auf unserem Föderalismus-Blog.